Grosse Saison für das HEAD-Racing-Team: Legenden schreiben Ski-Geschichte
March 19th, 2012

Das HEAD-Racing-Team stand nach der sehr erfolgreichen Saison 2010/2011 unter Druck, denn es wurden weitere Glanztaten der Damen und Herren auf HEAD-Ski erwartet. Und die Athletinnen und Athleten lieferten erneut eine grandiose Vorstellung ab und holten insgesamt vier kleine Kristallkugeln sowie im Damenbereich auch die große Kristallkugel durch Lindsey Vonn. Insgesamt stehen in dieser Saison sagenhafte 28 Weltcupsiege auf dem Konto der HEAD-Racer. Damit wurde der Titel in der Markenwertung aus dem Vorjahr souverän verteidigt. Zudem schrieben einige HEAD-Racer ein paar neue Seiten in das große Buch der Geschichte des Skirennsports.

Großen Anteil daran hatte Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin überstrahlte in dieser Saison alles. Schon beim traditionellen Weltcup-Opener in Sölden machte Vonn klar, wohin die Reise in dieser Saison geht. Dort gewann sie zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Riesenslalom im Weltcup und gehört seitdem zum erlauchten Kreis der Skirennläuferinnen, die in allen Einzeldisziplinen jeweils mindestens ein Rennen gewinnen konnten. Wenig später folgte das nächste Highlight in Lake Louise: In Kanada holte sich die HEAD-Fahrerin drei Siege in drei Tagen. Einen weiteren Meilenstein erreichte Vonn dann Anfang Februar in Garmisch-Partenkirchen, als sie ihren 50. Weltcupsieg feiern konnte. Am Ende dieser überragenden Saison steht sie nun bei 53 Weltcupsiegen und ist drauf und dran, auch dort ewige Rekordhalterin zu werden. Zehn Siege fehlen ihr dazu noch. In diesem Winter hat sie unglaubliche zwölf Saisonerfolge eingefahren und damit die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt (zum fünften Mal hintereinander), im Super-G sowie der Super-Kombination gewonnen. Obendrauf gab es natürlich noch die große Kugel für den Gesamtweltcup – dies zum insgesamt vierten Mal.

Mit insgesamt 1.980 Punkten schaffte sie zudem einen neuen Punkterekord im Damen-Weltcup.

Auch für Didier Cuche wird der Winter 2011/2012 für immer einen ganz besonderen Platz bekommen. Der Schweizer Altmeister kündigte Mitte Januar in Kitzbühel sein Karriereende an. Zum Abschluss der Saison sollte Schluss sein für Cuche.
Der langjährige HEAD-Racer wurde bei den Hahnenkammrennen 2012 endgültig zur Legende, denn dort siegte Cuche in der Abfahrt zum fünften Mal und holte sich damit den Rekord in Kitzbühel. Vor ihm konnte kein Athlet fünfmal die Streif gewinnen. Insgesamt erreichte der Schweizer in seiner letzten Saison vier Siege und fuhr sieben Mal auf das Podest. In seiner Karriere triumphierte er damit insgesamt 21mal. Beim Weltcup-Finale in Schladming feierte Cuche einen sehr emotionalen und schönen Abschied: Er fuhr in seinem letzten Rennen mit alten Holzski die Piste herunter und ließ sich von den Fans und Kollegen feiern.

Ähnlich emotional war der Rücktritt von Ski-Legende Anja Pärson: Die 42-fache Weltcupsiegerin, siebenfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin sagte in Schladming dem Rennsport ‚Servus‘.

Große Erfolge konnte Maria Höfl-Riesch in ihrer Karriere bereits feiern. Und auch 2011/2012 sollte die Deutsche für einige schöne Momente sorgen. Ihr gelangen drei Saisonsiege, darunter die wichtige Generalprobe für die Olympischen Spiele 2014 bei der Abfahrt in Sotschi (RUS), sowie beim Slalom in Are (SWE). Ihre großen Qualitäten als Allrounderin konnte Höfl-Riesch auch in dieser Saison wieder unter Beweis stellen, denn sie stand in allen Disziplinen auf dem Podest. Im Gesamtweltcup belegte die HEAD-Fahrerin den ausgezeichneten dritten Rang und wird im kommenden Winter wieder den Sieg im Gesamtweltcup im Visier haben.

Dieses Ziel hat auch Aksel Lund Svindal in der kommenden Saison vor Augen. Im Winter 2011/2012 drehte der Norweger gerade im letzten Teil auf und gewann zwei Rennen, darunter die Abfahrt beim Weltcup-Finale in Schladming. Konstant stark war Svindal im Super-G, wo er fünf Mal in den Top 5 war und einen Sieg herausfahren konnte. Der Lohn: Der Norweger holte sich die kleine Kristallkugel im Super-G und stemmte zum dritten Mal in seiner Karriere die Kugel für diese Disziplin in die Höhe.

Svindals Landsmann Kjetil Jansrud sorgte bei ‚seinem‘ Heimrennen in Kvitfjell für Furore. Dort stand er bei allen drei ausgetragenen Rennen auf dem Podest. Highlight war sein erster Weltcupsieg der Karriere, als der Norweger den Super-G in Kvitfjell gewann. Insgesamt konnte sich Jansrud in drei Disziplinen fünf Mal auf dem Podest platzieren und bewies, dass er eine feste Größe für die Zukunft ist.

Auch Anna Fenninger wird in Zukunft weiter auf sich aufmerksam machen. Nach ihrem Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen, als sie Weltmeisterin in der Kombination wurde, waren die Erwartungen in Österreich natürlich hoch an die 22-Jährige. Und sie lieferte ab und holte sich in Lienz ihren ersten Weltcupsieg. Dass dies im Riesenslalom geschah, war so nicht unbedingt zu erwarten, denn eigentlich kommt sie aus dem Speed-Bereich. Dies belegen auch die vier Podestplätze im Super-G. Damit fuhr Fenninger die beste Saison ihrer Karriere bislang und setzte damit weitere Maßstäbe für den kommenden Winter.

Ebenso hat Elisabeth Görgl bei der Ski-WM 2011 große Erfolge gefeiert und wurde Doppelweltmeisterin. In der Saison 2011/2012 gelang der Österreicherin ein Weltcupsieg bei der Abfahrt in Bad Kleinkirchheim. Dort schlug sie sogar Lindsey Vonn und zeigte, dass sie eine der besten Speedfahrerinnen der Welt ist. Dazu gelangte sie sechs Mal auf das Podium und belegte im Abfahrtsweltcup den dritten Rang.

Weltmeister ist auch Ted Ligety und der HEAD-Racer unterstrich erneut in diesem Winter, dass er im Riesenslalom zu den Besten gehört. Schon den Auftakt in Sölden gewann der 27-Jährige und setzte dort ein erstes Ausrufezeichen. Neben einem weiteren Sieg in seiner Heimat in Beaver Creek, triumphierte Ligety auch beim Riesenslalom in Kranjska Gora – und wie: Im Endklassement hatte er 1,6 Sekunden Vorsprung und deklassierte die Konkurrenz. Insgesamt stand Ligety vier Mal auf dem Podest und wurde im Riesenslalom-Weltcup Zweiter.

Einen Weltcupsieg konnte auch Ligetys Landsmann Bode Miller in dieser Saison erreichen. Er gewann gleich die zweite Abfahrt der Saison auf der schweren ‚Raubvogelpiste‘ in Beaver Creek (USA) und zeigte seine große Stärke im Speed-Bereich. Nach drei weiteren Podestplätzen und sehr guten Leistungen wurde der US-Amerikaner von einer Verletzung gestoppt. Miller musste sich Ende Februar in den USA einem Eingriff am linken Knie unterziehen und beendete die Saison vorzeitig. Doch schon kurz nach der OP sagte der 34-Jährige, dass er in der kommenden Saison zurückkommen und wieder angreifen wird im Weltcup.

Miller spielt auch für einen jungen Aufsteiger im HEAD-Team eine große Rolle. Marcel Mathis fuhr in dieser Saison zum ersten Mal auf das Podest im Weltcup. Beim Riesenslalom in Bansko schaffte der Österreicher im Finale Laufbestzeit und wurde Dritter. Ebenso sprang der 20-Jährige beim letzten Riesenslalom der Saison in Schladming als Dritter auf das ‚Stockerl‘. Mathis ist ein echtes Kind der HEAD Racing Team-Familie: Sein Vater ist Bode Millers Servicemann Guntram ‚Tschunti‘ Mathis, der aber natürlich auch die Skier von seinem Sohn schnell macht. Neben Marcel Mathis hat auch ein weiterer junger Fahrer auf sich aufmerksam gemacht: Der Kanadier Benjamin Thomsen fuhr in Sotschi als Zweiter in der Abfahrt zum ersten Mal in seiner Karriere im Weltcup auf das Podest. Nach einem fünften Rang eine Woche zuvor bestätigte Thomsen damit seine Klasse und den Sprung in die Weltspitze. Damit qualifizierte er sich auch für das Weltcup-Finale in Schladming.

So haben in dieser Saison nicht nur die arrivierten Fahrerinnen und Fahrer die Podestplätze geholt, sondern auch die Jugend, die sich vorne zeigen konnten. Das HEAD Racing-Team fuhr erneut herausragende Ergebnisse ein und wird auch im WM-Winter 2012/2013 für große Taten bereitstehen – und sicher wieder ein paar neue Erfolgsgeschichten in das Buch der Ski-Rekorde schreiben!