Olympic Rebels – Mayer, Höfl-Riesch, Fenninger, Jansrud und Ligety schreiben Ski-Geschichte
February 27th, 2014

Matthias Mayer, Maria Höfl-Riesch, Anna Fenninger, Kjetil Jansrud und Ted Ligety – diese fünf HEAD World Cup Rebels verewigten sich in Sotschi als Olympia-Sieger. Und auch die Silber- und Bronze-Medaillen von Andrew Weibrecht, Bode Miller und Julia Mancuso sorgten für glanzvolle und emotionale Momente bei den Olympischen Spielen 2014.

Die Spiele in Sotschi begannen bei den Alpinen am 9. Februar in der Abfahrt der Herren gleich mit einer großen Überraschung: Matthias Mayer fuhr zum Auftakt das Rennen seines Lebens. Der Österreicher, der in der Abfahrt im Weltcup bisher noch nie am Podium stand, holte sich die Goldmedaille. Und auch Bronze ging mit dem Norweger Kjetil Jansrud an das HEAD-Team. „Das ist das Größte, was man in dieser Sportart erreichen kann. Ich habe schon im Weltcup in den letzten Rennen am Podest gekratzt, es ist sich nie ausgegangen“, erklärte der frischgebackene Olympia-Sieger. Mit Nummer 11 startete Mayer ins Olympia-Rennen. Auf der sehr selektiven Strecke blieb auch der Kärntner nicht ganz fehlerfrei. Sein kleiner Ausrutscher im oberen Teil kostete ihn aber nur wenig Zeit. Im Ziel leuchtete mit seiner Zeit von 2:06,23 Minuten die „1“ auf – eine Platzierung, die der 23-Jährige bis zum Ende des Rennens nicht mehr abgeben musste.

Auch am zweiten Wettkampftag der Alpinen ging die Goldmedaille an die HEAD World Cup Rebels: Nach dem Auftakt-Gold durch Matthias Mayer sicherte sich beim ersten Rennen der Damen am 10. Februar Maria Höfl-Riesch in der Super-Kombination Gold. Die Deutsche wurde damit ihrer Favoritenrolle gerecht. Nicht zu erwarten war hingegen die Bronzemedaille durch US-Girl Julia Mancuso. Nach der Abfahrt lag Maria Höfl-Riesch noch auf dem fünften Platz. Mit drittbester Laufzeit im Slalom nahm sie den Mitkonkurrentinnen auf Gold die entscheidenden Zehntelsekunden ab. „Das ist eine riesengroße Erleichterung. Die Erwartungshaltung war sehr groß“, freute sich Maria Höfl-Riesch, für die die Super-Kombination damit wohl endgültig zur Paradedisziplin geworden ist. Die Garmisch-Partenkirchnerin stand bereits bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver in der Super-Kombination ganz oben am Podium. Und auch bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming ließ sie alle anderen Läuferinnen hinter sich. Julia Mancuso legte den Grundstein für Bronze in der Abfahrt, bei der sie mit 47 Hundertstelsekunden Vorsprung die Ergebnisliste anführte. „Bei Olympischen Spielen ist immer alles möglich. Ich bin gut vorbereitet hierhergekommen und es ist mir sehr gut gegangen. Ich habe selbst nicht geglaubt, wie gut ich im Slalom gefahren bin“, analysierte Julia Mancuso ihre bereits vierte Olympia-Medaille.

Weiter ging das Medaillen-Sammeln beim Super-G der Damen am 15. Februar, bei dem die HEAD Worldcup Rebels im Super-G einen Doppelsieg feierten. Anna Fenninger krönte sich nach einem perfekten Lauf zur Olympiasiegerin, Maria Höfl-Riesch fuhr auf den zweiten Platz. Fenninger bewältigte den anspruchsvollen Steilhang am besten. Die Österreicherin baute ihre Führung kontinuierlich aus. Auch im Zielhang konnte die 24-Jährige ihre technischen Fähigkeiten ausspielen: „Der Zielhang war im Nachhinein zu 100 Prozent richtig, das war es, was es ausgemacht hat!“ Für Anna Fenninger glänzte dieses Gold besonders intensiv – es war die erste Olympia-Medaille für die Salzburgerin und nach der verpatzten Abfahrt eine große Genugtuung. Maria Höfl-Riesch lag bis zuletzt auf Goldkurs. Platz eins vergab die 29-Jährige mit einem schweren Fehler im Schlussteil. Letztendlich hatte Höfl-Riesch 55 Hundertstelsekunden Rückstand auf Fenninger. „Ich konnte es nicht glauben – nach diesem Fehler. Ich war bereits kurz vorm Abschwingen. Ich hatte wahnsinnig schnelle Ski im Mittelteil. Die Freude ist fast größer als in der Kombination, weil es so überraschend kommt. Noch eine Medaille ist einfach super!“ freute sich die Deutsche. Nach zehn Medaillen bei Großereignissen ist nun „endlich auch mal Silber“ dabei.

Der Höhepunkt der Spiele folgte am 16. Februar mit einem HEAD-Dreifachsieg beim Super-G der Herren. Gold ging an den Norweger Kjetil Jansrud, die US-Amerikaner Andrew Weibrecht und Bode Miller sicherten sich Silber und Bronze. In einem spannenden Rennen fuhr Jansrud nach Bronze in der Abfahrt zu Super-G-Gold. Der Norweger gewann in einer Zeit von 1:18,14 Minuten drei Zehntelsekunden vor Andrew Weibrecht. Es war bereits die dritte Olympia-Medaille für Jansrud – 2010 gewann er auch schon Riesentorlauf-Silber in Vancouver. Der 28-Jährige war über seinen Erfolg dennoch ein bisschen überrascht: „Ich habe am Start gedacht, das sind schon gute Olympische Spiele. Ich bin stabil und gut gefahren. Ich weiß, dass ich gut und schnell fahren kann, aber nicht, wie ich fast eine halbe Sekunde schneller war.“ Weibrecht holte nach Bronze im Super-G 2010 in Vancouver seine zweite Olympia-Medaille. „Viele Operationen und harte Arbeit“, nannte der US-Amerikaner als „Geheimnis“ seines Erfolges. 53 Hundertstelsekunden hinter Jansrud eroberte Bode Miller die Bronze-Medaille: „Es sind so viele Gefühle, es war ein hartes Jahr für mich. An diesen Punkt zu kommen und eine Medaille zu holen, ist wirklich sehr emotional. Ich fahre sehr gut, habe eine gute Geschwindigkeit. Manchmal benötigt man etwas Glück und heute hatte ich es. Ich genieße einfach das Rennfahren.“

When you turn iron will into gold!

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