Jansrud gewinnt erneut in Kvitfjell
March 2nd, 2014

Die Olympiahelden Kjetil Jansrud und Matthias Mayer belegen im Super-G von Kvitfjell die Plätze eins und drei. Aksel Lund Svindal sichert sich mit Platz vier vorzeitig die Super-G-Kristallkugel. Bei der Damen-Abfahrt in Crans Montana verpasst Anna Fenninger nur knapp ihren ersten Abfahrtssieg.

Kjetil Jansrud bestätigte seine überragende Form. Nach dem Abfahrtssieg vom Freitag krönte der Norweger sein starkes Wochenende mit einem Sieg im Super-G. Mit dem Selbstvertrauen und der Leichtigkeit eines Olympiasiegers gelang dem 28-Jährigen auf seiner Hausstrecke eine fehlerfreie Fahrt. Der Lokalmatador feierte damit seinen dritten Weltcup-Sieg, alle drei gelangen ihm in Kvitfjell: „Ich hatte eine gute Linie und habe keine Fehler gemacht. Man brauchte auch etwas Glück, ob man die Wellen trifft oder nicht.“

Mit seiner Fahrt verdrängte Jansrud seinen Freund und Teamkollegen Aksel Lund Svindal vom Podium, doch mit dem vierten Platz sicherte sich Svindal die Super-G-Kugel noch vor dem Weltcup-Finale. Der Norweger entschied nach dem Abfahrts-Weltcup bereits die zweite Disziplinen-Wertung für sich. „Abfahrt- und Super-G-Kugel sind zwei sehr gute Sachen“, meinte Svindal gewohnt unaufgeregt. Für das Rennen um den Gesamt-Weltcup habe sich seine Position nach dem Wochenende in Kvitfjell und den Plätzen vier, fünf und sechs „etwas verschlechtert“.

Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer belegte den starken dritten Platz. „Es war wegen der Sicht und der Kurssetzung sehr schwer. Ein cooler Super-G!“, lautete das Fazit des Österreichers. Nach dem Podium in der Abfahrt und Platz drei im Super-G konnte Mayer auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Damit gingen sechs von möglichen neun Podiumsplätzen in Kvitfjell an die HEAD World Cup Rebels. Der US-Amerikaner Andrew Weibrecht stellte erneut seine Super-G-Qualitäten unter Beweis und erreicht mit Platz sieben sein bestes Weltcup-Resultat der Saison.

In Crans Montana präsentierte sich Olympiasiegerin Anna Fenninger in der Form ihres Lebens. In allen Zwischenzeiten der schwierigen Abfahrt lag sie voran und schwang als Führende ab. Lange sah es nach dem ersten Abfahrtssieg der Salzburgerin aus, ehe sie von der Überraschungssiegerin Andrea Fischbacher noch um 15 Hundertstelsekunden abgefangen wurde. „Ich habe einfach versucht, den Ski laufen zu lassen. Der erste Abfahrtssieg wollte doch noch nicht klappen, ich muss wohl noch etwas warten. Ich bin aber stolz auf meine beste Abfahrtssaison“, meinte die Zweitplatzierte.

Elisabeth Görgl hatte Pech und landete nur zwei Hundertstelsekunden hinter dem Podium auf dem undankbaren vierten Platz. Das Rennen um die Abfahrts-Kugel und den Gesamt-Weltcup bleibt bei den Damen weiter offen. In beiden Wertungen liegt Maria Höfl-Riesch, in der Abfahrt auf dem neunten Platz, vor Anna Fenninger in Führung. „Es sind noch einige Rennen, ich muss mich noch zusammenreißen“, so die Deutsche. Anna Fenninger konnte heute Punkte gutmachen und meinte: „Es wird schwierig, aber ich gebe natürlich mein Bestes“.