Historische Ligety-Show in Kranjska Gora
March 8th, 2014

In Kranjska Gora gewann Ted Ligety den ersten Riesenslalom nach den Olympischen Spielen. Nach einem fehlerfreien ersten Durchgang lag der US-Superstar mit souveränem Vorsprung von 42 Hundertstelsekunden auf Platz eins. Auch in der Entscheidung behielt Ligety die Nerven. Er war der Einzige, der den bis dahin in Führung liegenden Routinier Benjamin Raich noch abfangen konnte. „Der zweite Durchgang war heute schwierig, schon ein bisschen weich und schwer einzuschätzen. Ich wollte nicht alles riskieren und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, erklärte Ligety.

Ligety ist damit der erste Rennläufer, der am gleichen Ort in der gleichen Disziplin sechs Siege vorweisen kann. In Kranjska Gora hat er in den Jahren 2008, 2009, 2010, 2012 und 2013 jeweils im Riesenslalom triumphiert. „Ich bin hier immer gerne gefahren“, meinte der US-Amerikaner. „Für mich ist das der tollste Riesenslalom-Hang, man muss technisch super fahren.“ Für Ligety war es im siebten Riesenslalom dieser Saison der vierte Sieg und der bereits 21. Sieg in einem Riesenslalom.

Die Disziplinen-Wertung bleibt spannend, Ligety hat noch nicht aufgegeben: „Auch wenn die Chancen nicht so gut sind, will ich nach wie vor den Riesentorlauf-Weltcup gewinnen“. Sein Rückstand auf Marcel Hirscher hat sich durch den heutigen Sieg halbiert, beträgt nur noch 50 Punkte. Aksel Lund Svindal belegte Rang 17 und konnte damit seine Führung im Gesamt-Weltcup verteidigen. Matthieu Faivre gelang im zweiten Durchgang eine Aufholjagd, der Franzose fuhr von Zwischenrang 21 auf Platz sieben.

Im Slalom von Aare wird Anna Swenn-Larsson starke Dritte und holt ausgerechnet im Heimrennen ihren ersten Weltcup-Podestplatz. Die Schwedin lag nach dem ersten Durchgang auf dem aussichtsreichen fünften Platz. In der Entscheidung bei Schneefall und schwierigen Bedingungen ging die 22-Jährige volles Risiko und übernahm überlegen die Zwischenführung. Am Ende stand die drittbeste Laufzeit und mit Platz drei ihr bestes Karriereresultat im Weltcup.

Maria Höfl-Riesch gab sich nach Zwischenrang sechs im ersten Durchgang kämpferisch: „Mit dem Ziel ‚Nicht ausfallen‘ kommt man nicht weit, ich muss voll angreifen und Gas geben.“ Im zweiten Lauf fand die Deutsche extrem schwierige Bedingungen vor und wurde letztlich Siebente. „Es war extrem schwierig gesetzt, dazu viele Spuren und schlechte Bodensicht. Ich habe gekämpft, das ist das Wichtigste. Viel mehr war nicht drinnen.“

Mit diesem Resultat hat Maria Höfl-Riesch die Führung im Gesamt-Weltcup von Anna Fenninger zurückerobert. Doch wie auch Fenninger sieht sie sich im Kopf-an-Kopf-Rennen der HEAD-Pilotinnen nicht als Favoritin: „Die ganze Rechnerei bringt nichts, es kann sich sehr schnell sehr viel verändern. Anna ist die Favoritin. Sie ist in Wahnsinnsform; locker, schnell und vor allem konstant. Ich werde dagegen halten, so gut ich kann!“